Leserfragen Februar 2016

lesebriefe_logoWieder habe meine Leser fleißig gefragt und einiges davon dürfte auch für andere interessant sein. Verständlicherweise steht weiterhin Windows (10) im Mittelpunkt.

Immer wieder erreichen mich Fragen von Lesern zu spezielleren Themen. Gerne beantworte ich sie, soweit ich dies kann. Einige der Antworten sind sicher nicht nur für die Fragesteller selbst interessant, sondern auch für andere Leser und Anwender. Deshalb sammele ich sie und veröffentliche sie in unregelmäßigen Abständen hier im Blog als Beitrag. Die Fragesteller bleiben dabei selbstverständlich anonym. Die Antworten sind manchmal vielleicht etwas „telegramm-artiger“ verfasst, als man es aus meinen Büchern gewohnt ist. Dafür bitte ich um Verständnis.

Treiber-Updates für ein bestimmtes Gerät verhindern

Die automatisierte Update-Funktion lädt immer wieder ein Treiber-Update für das Touchpad meines Notebooks herunter. Die Tastatur und das Touchpad funktionieren dann überhaupt nicht mehr bzw. mit großer Verzögerung. Arbeiten lässt sich damit nicht mehr. Ich kann das Problem beheben indem ich diesen Treiber im Gerätemanager unter ‚Mäuse und andere Zeigegeräte‘ aufrufe und dafür den vorhergehenden Treiber wähle. Damit funktionieren Touchpad und Tastatur problemlos bis zum nächsten Windows update. Frage: Wie lässt sich dieses Jo-Jo Spiel mit Microsoft abstellen?

Ursprünglich hatte Windows 10 eine Einstellung, mit der sich das automatische Aktualisieren von Geräte-Treibern pauschal unterbinden ließ. Mit dem November-Update 1511 wurde diese allerdings entfernt. Die beste Lösung für derartige Probleme ist derzeit deshalb ein Troubleshooter von Microsoft, mit dem man bestimmte Updates blockieren kann:
http://download.microsoft.com/download/F/2/2/F22D5FDB-59CD-4275-8C95-1BE17BF70B21/wushowhide.diagcab

Wenden Sie diesen an (leider nur auf englisch) und verstecken Sie das Update („Hide“) für das fragliche Geräte. Dann sollte der vorhandene Treiber zumindest vorläufig beibehalten werden. Sollte es irgendwann ein neues Update für diesen Treiber geben, muss der Vorgang ggf. wiederholt werden.

Heimnetzwerk klappt nicht

Was Sie in Ihrem Buch über Heimnetzwerk schreiben klappt bei mir auch nach 2 Tagen und Nächten nicht. Als das Laptop noch mit Win 7pro lief war das kein Problem. Nach dem update (Laptop) auf Win 10 klappt das einfach nicht mehr. Ich habe Ihre Schritt für Schritt Anleitung hundert mal nachvollzogen aber immer mit dem Ergebnis Es besteht eine Heimnetz Gruppe möchten Sie beitreten. Wenn ich dann das Passwort eingebe geht es einfach nicht weiter.

Es scheint gelegentlich Probleme zu geben, wenn man eine unter Windows 7 eingerichtete Heimnetzgruppe unter Windows 10 weiternutzen will. Ich habe hier eine Diskussion zu genau diesem Thema gefunden, wo einige Tipps drin stehen: http://www.supportnet.de/t/2478719
Ansonsten bliebe der Tipp, bei Verwendung einer Heimnetzgruppe diese vor einem Upgrade aufzulösen und anschließend wieder neu einzurichten.

Nachtrag: Bei diesem Leser war es letztlich eine zusätzlich installierte Firewall-Software, die den Zugang zur Heimnetzgruppe verhinderte.

Speicherabbild-Einstellung kollidiert mit Auslagerungsdatei

Die Auslagerungsdatei habe ich entspr. Kompendium auf eine 2. Festplatte gelegt. Heute habe ich entspr. Seite 1055 (BlueScreen) im Auswahlfeld auf „Kleines Speicherabbild (256 KB)“ eingestellt. Jetzt kommt – auch wenn ich wieder auf „automatisches Speicherabbild“ zurückstelle, folgende Meldung: „Möglicherweise können keine Details aufgezeichnet werden, …, da die aktuelle Auslagerungsdatei deaktiviert oder kleiner als 200 MB ist. Klicken Sie auf OK, um zum Fenster mit den Einstellungen für den virtuellen Speicher zurückzukehren, aktivieren Sie die Auslagerungsdatei und legen Sie Größe auf einen höheren Wert als 200 MB fest, oder klicken Sie auf „Abbrechen“ um die Speicherabbildauswahl zu ändern.

Diese beide Einstellungen kollidieren miteinander. Das ist kein Fehler, sondern einfach eine Einschränkung von Windows. Ein Speicherabbild kann nur erstellt werden, wenn beim virtuellen Arbeitsspeicher ganz oben die Option Auslagerungsdateigröße für alle Laufwerke automatisch verwalten aktiviert ist. Das war mir – ehrlich gesagt – bislang auch noch nicht bewusst und ich bin erst durch Ihre Nachfrage darauf aufmerksam geworden. Also Danke für den Hinweis. Sie sollten der optimalen Einstellung der Auslagerungsdatei den Vorzug geben. Die Bluescreen-Einstellungen sind nur relevant, wenn der PC regelmäßig abstürzt.

Zwang zum Passwortändern abschalten

Wie kann ich verhindern, dass ich regelmäßig automatisch aufgefordert werde, mein Passwort zu ändern?

  1. Öffnen Sie in der Systemsteuerung (Listenansicht) das Modul Verwaltung und darin die Computerverwaltung.
  2. Öffnen Sie hier links die Kategorie Lokale Benutzer und Gruppen/Benutzer.
  3. Sie sehen nun rechts eine Liste der auf dem PC angelegten Benutzer. Doppelklicken Sie dort auf Ihren Benutzereintrag.
  4. Im anschließenden Dialog setzen Sie ein Häkchen bei der Option Kennwort läuft nie ab.
  5. Übernehmen Sie die Einstellungsänderung mit einem Klick unten auf OK.

Hinweis: In Firmennetzwerken kann diese Einstellung durch eine zentrale Richtlinie vorgegeben sein. Dann müssten Sie mit dem zuständigen Administrator sprechen, um diese Richtlinie zu ändern.

 

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Aufteilung in mehrere Partitionen

Ich bin es von früheren Windows-Versionen her gewohnt zuerst die Platte in 3 Bereiche zu partitionieren (Partition für Systemdateien, Partion für Programme, Partition für Daten). Leider finde ich in Ihrem Buch keine Empfehlung für eine optimale Partition. Was würden Sie empfehlen?

Ich persönlich nehme solche Aufteilungen schon länger nicht mehr vor.
Eine Partition für Programme ist meiner Meinung nach nicht sinnvoll, sondern schafft eher Probleme, da sowohl die Anwendungen als auch Windows selbst davon ausgehen, Programme in den einschlägigen Ordner vorzufinden.
Für eine eigene Daten-Partition spricht nur die Möglichkeit, mit einem Komplett-Backup dieser Partition auch eine Sicherung aller Daten zu haben. Andererseits lassen sich solche Sicherungen auch gut anlegen, wenn man sich an die Vorgaben von Windows hält und alles in den eigenen Ordnern Dokumente, Bilder usw. ablegt.

Benutzerordner auf anderes Laufwerk verschieben

Viele neue Rechner werden heute mit 2 Festplatten verkauft, SSD und HDD, ich habe mir das auch mal gegönnt. Leider werden aber die Bilder/Musik/Doku usw. von Microsoft auf C: gespeichert, man müsste sie eigentlich auf die HDD also D: umleiten, sonst nützt einem ja die große Festplatte nix. Sie haben zwar in Ihrem Buch darauf hingewiesen, dass es eine SSD gibt und was die kann. Mir fehlt nun aber der wichtige Hinweis und die Hilfe, wie ich die „Eigenen Dateien“ auf die zweite Festplatte bekomme und damit auch den Explorer weiter benutzen kann.
Alle Ordner unterhalb von „Dieser PC“, also „Bilder“, „Dokumente“ usw. können Sie auf ein anderes Laufwerk verschieben.
  1. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf den entsprechenden Ordner und wählen Sie Eigenschaften.
  2. Wechseln Sie dort in die Rubrik Pfad.
  3. Klicken Sie dort auf Verschieben und wählen Sie einen Ordner auf dem anderen Laufwerk. Ggf. können Sie diesen nun auch erst erstellen.
  4. Klicken Sie dann auf Übernehmen.
  5. Sie werden dann gefragt, ob Sie alle Dateien vom alten Ort an den neuen verschieben möchten, das würde ich bejahen.
Anschließend können Sie wie gewohnt weiter arbeiten und Windows speichert alle Daten dieses Ordners auf dem anderen Laufwerk.

Systemklänge beim Hoch- und Runterfahren abschalten

Seit gestern bekomme ich nun beim Runterfahren immer eine merkwürdigen Sound (hört sich wie „Gähnen“ an) und beim Hochfahren kommt, nach er bereit ist, auch ein komischer Sound.
Öffnen Sie Systemsteuerung -> Sound -> Rubrik Sounds. Hier können verschiedene Geräusche für alle möglichen Aktionen eingestellt werden. Diese Einstellungen werden auch durch Themes beeinflusst. Wenn Sie gar keine Geräusche mögen, stellen Sie bei „Soundschema“ einfach „Keine Sounds“ ein. Wenn Sie das Theme wechseln, müssen Sie das aber ggf. erneut abschalten.
Anmerkung: In diesem Fall half die Antwort nicht weiter, denn die Geräusche kamen gar nicht von Windows, sondern es waren die An- und Abmelde-Klänge von Skype. Vielleicht ist das für den einen oder anderen ja auch ein wichtiger Hinweis.

Media Creation Tool: Ein Image für alle Editionen

Wenn ich das Media Creation Tool benutze, erscheint im entsprechenden Auswahlmenü (Edition Dropdown-Menü) nicht mehr die benötigte Option “Windows 10 Pro” sondern nur noch der Eintrag “Windows 10” (weder “Home” noch “Pro”).
Seit dem November-Update bietet Microsoft nur noch eine ISO mit beiden Editionen an und auch die mit dem Media Creation Tool herunterzuladende Version enthält beide Editionen. Deshalb muss man auch nichts auswählen (außer ggf. mit „N“ für die Variante ohne Media Player & Co.). Mit dem heruntergeladenen Image kann man beide Editionen installieren. Tut man das auf einem PC, auf dem bereits Windows 10 installiert war, wird automatisch die zuvor installierte Edition gewählt (man kann die andere Edition in diesem Szenario gar nicht ohne weiteres auswählen). Bei einem „frischen“ PC kann man wie gehabt bei der Installation die gewünschte Edition auswählen.

Windows Defender vs. Norton 360

Wie im Kompendium beschrieben, wird nach Installation von z.B. NORTON 360 die Windows Firewall und Windows Defender abgeschaltet. Aber mein System versucht dann andauernd Definitionsupdates für den Defender zu installieren und schreibt Fehlermeldungen in die Ereignisanzeige. Kann man das nicht auch unterbinden? Nach Deinstallation von NORTON 360, wurden sofort mehrere Updates für den Defender installiert. Nach erneuter Installation von NORTON ist alles wieder wie vorher!
Es handelt sich hierbei um einen Fehler der Norton-Software, die bei der Installation den Windows Defender nicht vollständig deaktiviert (auch wenn es auf der Oberfläche so aussieht).
Eine mögliche Lösung:
  1. Deinstallieren Sie Norton. Der Windows Defender wird wieder aktiviert.
  2. Installieren Sie alle eventuell noch wartenden Defender-Updates.
  3. Deaktivieren Sie Windows Defender manuell (in den Einstellungen unter Update und Sicherheit/Windows Defender alles deaktivieren). Ignorieren Sie die Warnhinweise durch Windows diesbzgl.
  4. Installieren Sie nun Norton erneut.

 

2 Kommentare

  1. Wolfram (Beitrag Autor)

    Und wie?

  2. M.Lange

    Man kann wohl die automatischen Datentreibers ausschalten.

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