Im dritten und letzten Teil des kleinen Registry-Workshops geht es um Sicherheitsmaßnahmen, mit denen Sie sich vor negativen Auswirkungen von Registry-Experimenten zuverlässig schützen können.
Registry-Einstellungen sichern und wieder einspielen
Die Registry ist das Herzstück von Windows. Geht hier etwas schief, kann das fatale Folgen haben, die sich ggf. nur durch eine Neuinstallation beheben lassen. Umso wichtiger ist es, Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen. So lässt sich die Registry bzw. Teile davon sichern, bevor Sie Änderungen vornehmen. Sollte das Ergebnis anders als gewünscht ausfallen, können Sie auf diese Sicherungen zurückgreifen, um schnell wieder zum Ausgangszustand zurückzukehren.
Die komplette Registry per Systemwiederherstellung sichern
Eine Möglichkeit zum Sicherung der Registry ist die Systemwiederherstellung von Windows. Sie speichert jeweils den kompletten Stand der Registry ab. Vor Änderungen an der Registrierungsdatenbank empfiehlt es sich deshalb, manuell einen Wiederherstellungspunkt anzulegen, den Sie am besten mit einer entsprechenden Bezeichnung versehen.
- Öffnen Sie die Rubrik Computerschutz in den Systemeigenschaften.
- Klicken Sie hier unten rechts auf die Schaltfläche Erstellen.
Geben Sie dann zunächst eine Bezeichnung für den Wiederherstellungspunkt ein. Diese kann beliebig gewählt werden. Am besten beschreiben Sie kurz den Anlass für das Anlegen der Sicherung.
Der Assistent sammelt dann die Daten für den Wiederherstellungspunkt ein und sichert diesen. Diese kann ein wenig dauern.- Hat alles geklappt und konnte der Wiederherstellungspunkt erfolgreich angelegt werden, erhalten Sie zum Abschluss eine Bestätigungsmeldung.
Der Sicherungspunkt ist nun gespeichert und bleibt Ihnen vorläufig erhalten. Allerdings unterliegen auch manuell erstellte Wiederherstellungspunkte der Regel, dass sie ggf. automatisch gelöscht werden, um für neue – manuell oder automatisch erstellte – Wiederherstellungspunkte Platz zu machen.
Einzelne Registry-Bereiche vor Experimenten als Datei speichern
Anstatt immer gleich die komplette Registry zu sichern, können Sie auch nur den Teil der Datenbank speichern, in dem Sie eine Änderung vornehmen möchten. Der Windows-Registrierungseditor erlaubt es, die Inhalte der Registrierungsdatenbank komplett oder auch in einzelnen Teilen in ein spezielles Dateiformat zu exportieren. So lassen sich bestimmte Bereiche der Registry sichern und später wiederherstellen. Außerdem können spezielle Einstellungen so von einem PC auf einen anderen übertragen werden.
Um einen Teil der Registry zu sichern, wählen Sie in der linken Fensterhälfte des Registrierungs-Editors zunächst den Schlüssel aus, der exportiert werden soll. Sie können mit Computer die gesamte Registry auf einmal exportieren oder auch nur einen beliebig tief verschachtelten Unterschlüssel auswählen. Es wird immer der markierte Schlüssel sowie alle darin enthalten Unterschlüssel und deren weiteren Verästelungen gesichert.- Wählen Sie dann die Menüfunktion Datei/Exportieren (noch schneller geht es mit dem kontextabhängigen Menü der rechten Maustaste).
Im anschließenden Dialog Registrierungsdatei exportieren wählen Sie zunächst den Ordner und den Dateinamen aus, unter dem die Daten gespeichert werden sollen. Bei Dateityp sollten Sie es bei der Voreinstellung Registrierungsdatei (*.reg) belassen.- Ganz unten im Exportbereich überprüfen Sie, ob die Option Ausgewählte Teilstruktur aktiviert und der gewünschte Registry-Schlüssel eingestellt ist. Klicken Sie dann auf Speichern, um die Registrierungsdatei zu erstellen. Der Registrierungs-Editor erstellt daraufhin eine Datei mit der Endung .reg im vorgesehenen Ordner.
Gesicherte Registry-Dateien wieder einspielen
Einen wie vorangehend beschrieben gesicherten Teil der können Sie jederzeit wieder in die Registrierungsdatenbank zurückspielen. Dabei wird das gesamte gesicherte Teil der Registry durch die zum Zeitpunkt der Sicherung vorhandenen Werte ersetzt. Zwischenzeitlich vorgenommene Änderungen lassen sich so rückgängig machen. Auch wenn dieser Registry-Bereich inzwischen ganz oder auch nur teilweise entfernt wurde, werden die fehlenden Schlüssel und Inhalte automatisch wieder erstellt.
Um mit dem Registry-Editor eine gesicherte Registry-Datei wieder einzuspielen, wählen Sie Datei|Importieren.- Wählen Sie im anschließenden Registrierungsdatei importieren-Menü die Datei aus, welche die wiederherzustellende Registry-Struktur enthält. Klicken Sie dann auf Öffnen.
Der Registrierungs-Editor fügt dann die Informationen aus der Datei in die Registry ein. Anschließend erhalten Sie eine Bestätigung über den Erfolg der Aktion.
Soweit mein kleiner Workshop rund um sichere Änderungen an der Windows-Registry. Sollten nun noch Fragen offen geblieben sein, stellen Sie diese ruhig, zum Beispiel in Form eines Kommentars zu diesem Artikel.
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