Windows XP: Sicherheitsupdates noch bis April 2014

WindowsMit Windows 7 in den Startlöchern stellt sich die Frage, wie lange es eigentlich noch Sicherheitsupdates für dessen Vor-Vorgänger Windows XP geben wird und ob nicht allein dies ein Grund für den Umstieg auf Windows 7 ist.

Wie lange Microsoft für seine Produkte Service und Updates bereitstellt, bestimmt das nicht ganz einfach zu durchschauende Lifecycle-Modell des Herstellers. Demzufolge beginnt mit der Veröffentlichung eine erste Phase des „Mainstream Support“, währenddessen umfangreicher technischer Support geleistet wird. Daran schließt sich eine zweite Phase des „extended Support“ an, während der zwar kein direkter Support mehr geleistet wird, aber zumindest noch Updates für als sicherheitskritisch eingestufte Lücken bereitgestellt werden. Soweit, so gut.

Microsoft Support LifecycleNun gibt es von Windows XP aber verschiedene Editionen und Versionen (Home, Professional, Media Center Edition usw.), die teilweise zu verschiedenen Zeiten veröffentlicht wurden. Außerdem ist bei Produkten für Endanwender eigentlich gar keine zweite erweiterte Supportphase vorgesehen. Deshalb wird verschiedentlich auch schon als Umstiegsargument vorgebracht, dass es für Windows XP schon bald keine Sicherheitsupdates mehr geben würde und man dieses Betriebsystem dann nicht mehr sicher einsetzen könne. Im Prinzip ist dieses Argument auch richtig, aber wann ist es denn nun genau soweit? Ich habe mal etwas recherchiert, um diese Frage möglichst genau beantworten zu können:

  • Die erste Phase des Mainstream Support für Windows XP endete bereits im April 2009 für alle Editionen.
  • Der erweiterte Support wurde von Microsoft für alle XP-Editionen vereinheitlicht. Er begann im April 2009 mit dem Ende der ersten Supportphase und dauert fünf Jahre (englische Pressmitteilung).
  • Durch diese Vereinheitlichung braucht auch keine Unterscheidung zwischen den verschiedenen Windows XP-Varianten mehr gemacht zu werden. Microsoft behandelt sie in dieser Hinsicht alle gleich.

Microsoft stellt also nach derzeitigem Stand noch mindestens bis April 2014 Sicherheitsupdates bereit, sofern es sich um Lücken handelt, die als sicherkritisch eingestuft werden. Als Umstiegsargument für Windows 7 taugt das vorläufig somit nicht. Was nicht heißen soll, dass es nicht genügend andere Gründe gäbe, zu Windows 7 zu wechseln. Aber wer das keineswegs möchte oder vielleicht noch keine Windows 7-taugliche Hardware hat, der kann notfalls noch ein paar Jahre bei Windows XP bleiben. Gefahr droht da wohl eher von neuer Software oder Hardwaretreibern, die für den Oldie in Zukunft wohl seltener zu bekommen sein werden.

2 Kommentare

  1. Wolfram

    @Urban:
    Im Bewusstsein des Risikos bei Windows XP bleiben?
    Zu Windows 8.1 wechseln?
    Zur Linux wechseln?
    Zu Max OS X wechseln?

  2. Urban

    Was macht der jenige ,der nicht zu Win 7 wegseln möchte ,??

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