Windows 10: USB-Stick booten mit Rufus, UEFI und Secure-Boot

Leserfragen und hoffentlich hilfreiche Antworten, heute: UEFI sorgt noch immer für Verwirrung und Schwierigkeiten. Das gilt insbesondere, wenn man ein UEFI-System von einem USB-Stick aus booten möchte, um beispielsweise Windows 10 frisch zu installieren.


Frage:
Ich habe heute eine Frage zur Erstellung eines bootfähigen USB-Stick mit dem Tool „Rufus“. Windows 10 soll auf einem Asus Notebook mit UEFI erneut „clean“ installiert werden. Folgende Einstellungen habe ich in Rufus vorgenommen:
Laufwerk: habe hier den entsprechenden USB-Stick ausgewählt Startart: habe hier über „AUSWAHL“ die Windows-ISO ausgewählt (Version 1809) Partitionsschema: hier „GPT“ ausgewählt Zielsystem: hier „UEFI (ohne CSM)“ ausgewählt Dateisystem: „NTFS“ ausgewählt.
Der Bootloader startet nur vom USB-Stick, wenn Secure-Boot deaktiviert ist. Könnte es dann z. B. Probleme bei der erneuten Aktivierung von Windows 10 (digitale Lizenz) geben? Oder könnte die Installation von Windows 10 z. B. „steckenbleiben“ oder abgebrochen werden? Rufus gibt automatisch bei den Einstellungen (nach Auswahl der Windows 10 ISO-Datei) „FAT32″ beim Dateisystem vor und die Größe der SSD beträgt 500 GB. Doch lieber Dateisystem bei „FAT32″ belassen?

Antwort:
Der UEFI-Standard schreibt vor, dass FAT unterstützt werden muss. NTFS kann, muss aber nicht. Deshalb verzichten viele Hersteller darauf. Andererseits reicht FAT32 ja für viele ISOs gar nicht mehr aus (max. 4GB).

Deshalb „trickst“ Rufus bei NTFS: Es erstellt zwei Partitionen: eine kleine FAT32-Partition, in die es einen NTFS-Treiber schreibt und eine große NTFS-Partition mit den Daten. Das System lädt dann den NTFS-Treiber aus der FAT32-Partition, um auf die NTFS-Partition zuzugreifen. Allerdings ist der NTFS-Treiber von Rufus nicht signiert. Deshalb klappt kein Secure Boot mehr.

Ich persönlich würde den Secure Boot deaktivieren. Probleme bei der Aktivierung von Windows sind deshalb nicht zu erwarten.

Rückmeldung:
In der Tat: Bei einem mit Rufus erstellten „NTFS-Stick“ und einer „FAT32-Hilfspartition“ (mit aktivierten Secure-Boot) wird das Booten vom USB-Stick verweigert, bei deaktiviertem Secure-Boot (Asus-Notebook) gelingt der Boot-Vorgang. Somit weiß ich jetzt, dass ich den „NTFS-USB-Stick“ (mit Rufus erstellt) für eine saubere Windows 10 Neuinstallation verwenden kann.

1 Kommentar

  1. Horst Söll

    Einfacher funktioniert es mit dem Media Creation Tool von Microsoft für einen anderen PC, da die ISO-Datei auch maximal nur 3,87 GB groß ist, siehe
    https://www.microsoft.com/de-de/software-download/windows10

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