Microsoft: Windows & Office per Download kaufen

WindowsIm eigenen Online-Shop bietet Microsoft Teile seines Software-Repertoires schon länger als Download an. Nun gibt es Windows & Co. auch bei anderen Händlern zum direkten Download zu kaufen. Lohnt sich das?

Dass Microsoft Vorreiter bei neuen technischen, sozialen und sonstigen Entwicklungen ist, kann man nun nicht wirklich behaupten. Schon länger verfolge ich kopfschüttelnd den zögerlichen Einstieg der Firma in die Download-Vermarktung ihrer Produkte. Denn mal ganz ehrlich: Wer braucht heutzutage Software noch in „physikalischer“ Form? Außer einer DVD und ein paar Zetteln ist im Karton ohnehin nichts drin. Handbücher o. ä. sucht man schon lange vergebens (nicht dass ich über diesen speziellen Aspekt nun wirklich böse wäre 😉 ). Also bietet sich doch der Download eines DVD-Images an, insbesondere wenn die dadurch eingesparten Produktionskosten an die Kunden weitergegeben werden.

Windows 7 im Dowload-KaufBislang bestand diese Möglichkeit allerdings nur im eigenen Microsoft-Store und auch dort nur bei ausgewählten Produkten. Nun geht man endlich einen Schritt weiter und erlaubt auch anderen Distributoren, Microsoft-Software zum Download-Kauf anzubieten. So kann man  z. B. bei Softwareload.de Windows 7 und Office 2010 kaufen. Wer hier zuschlägt, bekommt einfach seinen Product Key und einen Download-Link.

Ein Blick auf die Preise sorgt allerdings für Ernüchterung. Vergleicht man z. B., was für eine Vollversion von „Windows 7 Home Premium“ aufgerufen wird, bekommt dasselbe Produkt mit DVD und Verpackung bei gängigen Online-Händlern sogar noch ein paar Euro günstiger. Und zieht man dann noch die beliebten – weil deutlich günstigeren – OEM-Versionen in Betracht (die es ohnehin nie per Download geben wird), dann käme man damit deutlich billiger weg und bekommt sogar noch eine DVD dazu.

Also: Schön, dass Microsoft allmählich auf den Zug aufspringt und neue Vermarktungswege geht. Allerdings müsste sich nun auch bei den Preisen noch etwas bewegen und zumindest der Kostenvorteil für Hersteller und Händler auch an die Kunden weitergegeben werden. Bislang ist es wie bei Musik-Downloads: Wozu nur Bits und Bytes kaufen, wenn ich mir für das gleiche Geld eine CD mit hübschem Cover ins Regal stellen kann, die mir auch dann erhalten bleibt, wenn der PC (oder der MP3-Player) mal den Geist aufgibt?

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